Am 5. Juli 2024 fand im Stadtbezirksamt Loschwitz ein Expertenworkshop statt, der lokale Stakeholder aus dem Stadtbezirk Loschwitz sowie die Projektpartner des Projekts NEUTRALPATH zusammenbrachte.
Im Mittelpunkt stand das Konzept der energieautarken Stadtquartiere in Pillnitz-Hosterwitz, einem Stadtgebiet von Dresden, das derzeit ohne Fernwärmeanschluss auskommt. Diese Veranstaltung war Teil des EU-Projekts NEUTRALPATH (gefördert durch die EU im Rahmen des Programms Horizont Europa), das darauf abzielt, bis 2027 den Weg zu klimaneutralen Städten zu ebnen, und wurde vom Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden organisiert.
Der Workshop bot eine Plattform für den intensiven Austausch von Wissen und Erfahrungen rund um die Pilotierung eines Kalten Nahwärmenetzes. Dieses innovative Konzept wurde umfassend vorgestellt, einschließlich seiner Ziele und Visionen. Dabei wurden die besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten beleuchtet, die sich aus der Einbindung regenerativer Energiequellen in die bestehende Siedlungsstruktur ergeben.
Im Rahmen des Workshops wurden verschiedene Ansätze und Technologien diskutiert. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die technischen Voraussetzungen und die Funktionsweise der im Projekt eingesetzten Systeme. Es wurde betont, dass die Umsetzung der Energiewende ohne finanzielle Unterstützung aufgrund der hohen Kosten nicht möglich sei.
Auch die Rolle der Bürgerbeteiligung wurde ausführlich thematisiert, da sie für den Erfolg solcher Projekte von zentraler Bedeutung ist. Eine transparente und bilaterale Kommunikation ist hierbei unerlässlich, um das Vertrauen und die Akzeptanz der Bürger zu gewinnen. Das Forschungsprojekt „Colouring Dresden“ stellte eine interaktive Plattform vor, auf der Bürger ihr Wissen über den Gebäudebestand in einer Karte zusammenführen können. Diese Plattform dient als Beispiel dafür, wie Citizen Science dazu beitragen kann, wertvolle Daten für die Planung und Forschung zu generieren. Solche Art der Bürgerbeteiligung soll die Transparenz erhöhen und die Akzeptanz ähnlicher Projekte fördern.
Abschließend wurden zentrale Themen wie die kommunale Wärmeplanung und die Notwendigkeit der Datenbasis für eine erfolgreiche Umsetzung diskutiert. Es wurde deutlich, dass Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen berücksichtigt werden müssen, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
Der Workshop stellte einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung dar. Durch das gemeinschaftliche Engagement und innovative Konzepte kann ein bedeutender Beitrag zur klimaneutralen Zukunft geleistet werden. Die Stadt Dresden und die beteiligten Partner sind entschlossen, die gewonnenen Erkenntnisse weiter zu analysieren und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des Kalten Nahwärmenetzes in Pillnitz-Hosterwitz zu entwickeln. Damit sollen sie als Vorbild für andere Städte in der EU dienen und den Weg zu einer klimaneutralen Stadt bis 2035 ebnen.
Bildnachweis: Stadt Dresden