Wie können wir Klima- und Energiethemen greifbar machen?
Genau darum ging es bei der InnovationChallenge, an der die Landeshauptstadt Dresden im Rahmen eines kreativen Formats mit Design Thinking und Co-Creation teilgenommen hat. Der offene Ideenwettbewerb bringt Teilnehmende aus unterschiedlichen Berufszweigen in gemischten Teams zusammen. Mithilfe agiler Methoden werden in kurzer Zeit praxisnahe Lösungen und Prototypen für aktuelle Fragestellungen entwickelt. Das Dresdner Projektkonsortium, vertreten durch die Landeshauptstadt Dresden und die STESAD GmbH, hat zwei Challenges zum Projekt NeutralPath eingebracht.
Die erste Fragestellung lautete: Wie gestalten wir ein Reallabor für Klima und Energie, dass von Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird? Ein Reallabor ist ein Ort, an dem Ideen direkt im Alltag ausprobiert werden können. Das Team, was mit seinem Ergebnis die InnovationChallenge gewonnen hat, schlug einen immersiven Erlebnisraum in Dresden vor. Er soll nicht nur Ausstellungs- oder Museumsraum sein, sondern ein aktiver Ort zum Mitmachen und Rätsel lösen. So werden Klima- und Energiethemen alltagsnah erlebbar. Der Raum sollte zentral in der Stadt entstehen.
Die zweite Fragestellung zielte auf die im Rahmen des Projektes NeutralPath erprobten Plusenergiequartiere ab. Das sind Stadtviertel, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Die Challenge lautete: Wie machen wir ein Energiesystem im Quartier für Bewohnerinnen und Bewohner sicht- und erlebbar? Hier entwickelten die Teilnehmenden eine Visualisierung der Energieflüsse benannt als EUMU, Energy Usage Monitoring Unit. Sie verdeutlicht mithilfe einer Ampellogik, ob aktuell mehr Energie produziert oder verbraucht wird. Ergänzende Elemente wie beleuchtete Sprungfelder oder ein Fahrrad zur Stromerzeugung machen Energieflüsse erlebbar und schaffen einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema Plusenergiequartier.
Mit den beiden Challenges verfolgte die Stadt Dresden das Ziel, neue Perspektiven und kreative Ansätze zu gewinnen. Die Impulse sollen nun in die weitere Projektarbeit einfließen und bringen Dresden dem Ziel einer klimaneutralen Stadt ein Stück näher.
Bildnachweis: David Pinzer